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Die spinnen, die Briten

von Michael J. Erner | 8. Februar 2009

Großbritannien ist hier immer wieder einen Beitrag wert, und in einem ging es um einen Verweis auf Obelix, den Gallier, der als Kleinkind zu viel Zaubertrank bekommen hat.  Seine Muskelkraft hatte seinem Geist offenbar nicht geschadet, denn in der Geschichte „Asterix bei den Briten“ hat er des öfteren eine Bemerkung von sich gegeben, die immer noch von Bedeutung ist, wenn man sich die jüngsten Presseberichte anschaut: „Die spinnen, die Briten!“

Unter Verweis auf einen Bericht in der Times berichtet Heise über ein von der Regierung Großbritanniens gestartetes Programm, mit dem eine Datenbank aufgebaut wird, in der auch die Reisedaten aller Briten gesammelt und für 10 Jahre vorrätig gehalten werden. Namen, Adressen, Telefonnummern, Reservierungen, Reiserouten und Kreditkarteninformationen aller Reisenden, die Großbritannien verlassen oder einreisen, würden gespeichert. Begründet wird das Ganze - wie üblich - mit der Bekämpfung von Kriminalität, illegaler Einwanderung und Terrorismus. 

Ungeachtet des Ausbaus einer lückenlosen Überwachung der Insel jenseits des Kanals kann man die Hoffnung hegen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese Datenbank öffentlich wird. Die Engländer hatten ja vor allem im letzten Jahr zahlreiche Verluste von Datenträgern zu beklagen, nachzulesen hierhier und hier. Vielleicht erfahren wir dann, von welchen Motiven die britische Regierung getrieben wird. Hier stehen 60 Millionen Briten unter Generalverdacht, und nicht nur die. Wann waren Sie das letzte Mal in Großbritannien? Muss ja nicht sein, dass Sie sich dort aufgehalten haben. Ein Zwischenstop in Heathrow reicht schon…

Topics: Ausland, Terrorismus, Überwachungsstaat |

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